Spidermap, 2012
Michael Kolod – GIPSE
Kalender 2026

Mondschaukel, 2023
Michael Kolod – GIPSE
Kalender 2026

Alte Wolken, 2023
Michael Kolod – GIPSE
Kalender 2026

Kalender mit Abbildungen ausgewählter Gipsarbeiten von Michael Kolod

Format: DIN A4
12 Kalenderseiten mit Kalendarium
Titel und Legende

Idee: Elisabeth Ehrhorn
Gestaltung: Max Markus Schröder, Michael Kolod und Elisabeth Ehrhorn

Verlag frankfurter edition, Dezember 2025
ISBN 978-3-949412-13-4

„Hast du den Bohrer gesehen?“

Ausstellung in der Ausstellungshalle 1A in Frankfurt-Sachsenhausen

Aufbau der „Wege von Farbe“ in der Ausstellungshalle 1A am Wochenende: Keine Spiegelfechterei, auch keine Scharmützel, einfach nur: „Hast du den Bohrer gesehen?“ oder „Reichst du mir mal kurz den Stift?“ Drei durchaus unterschiedliche eigene künstlerische Positionen zu vereinbaren – die von Raimer Jochims, Sabine Funke und Michael Kolod – ist die Aufgabe. Und sie gelingt auch mit Hilfe von Max Schröder, der nicht nur hängen kann, sondern auch ein scharfes Auge für Details hat.

Am Mittwoch, dem 27.8. um 18 Uhr eröffnet die Schau in Frankfurt Sachsenhausen in der Schulstraße 1A mit einer Einführung der Bonner  Kunsthistorikerin Susannah Cremer-Bermbach. Am 11. September um 19 Uhr zeigt der Wiener Künstler Manfred Makra seinen Film „Meisterklasse“, für den er Interviews mit Raimer Jochims zu Künstlern wie Mondrian, Morandi und Cézanne geführt hat. Am 21. September geht die Schau zu Ende, einen Tag vor Raimer Jochims 90. Geburtstag.

www.ausstellungshalle.info

28.8. – 21.9. 2025
Eröffnung: 27. August um 18:00 Uhr

Raimer Jochims, Sabine Funke und Michael Kolod
in der Ausstellungshalle 1A in Frankfurt Sachsenhausen

Im September 2025 wird Raimer Jochims 90 Jahre alt. Aus diesem Anlass hat er zwei Künstlerpersönlichkeiten eingeladen:
Sabine Funke (Karlsruhe) und Michael Kolod. Gemeinsam erkunden sie „Wege von Farben“ in der Ausstellungshalle 1A in Frankfurt Sachsenhausen. Zur Eröffnung spricht Dr. Susannah Cremer-Bermbach aus Bonn.

Jochims hat während seiner langen Lehrtätigkeit an der Frankfurter Städelschule viele Künstlerinnen und Künstler beeindruckt – darunter auch Michael Kolod und Sabine Funke. Das lässt sich auch an den Künstler-Persönlichkeiten erkennen, die er zu dieser Ausstellung eingeladen hat.

Den Künstler Michael Kolod fasziniert Farbe im Zusammenspiel mit plastischen Materialien von jeher. Was ereignet sich, wenn sie auf Gips trifft oder mit Hitze auf Schaumstoff in Berührung kommt? Und was machen eigentlich Topfreiniger, wenn sie ein Farb-Bad nehmen?

Die Malerin Sabine Funke wiederum ergründet das Wesen der Farben dialogisch, über Farbnuancen und -schattierungen. Die partielle Überlagerung der Farbfelder bringt neue Farben und Farbnuancen hervor – und mit ihnen eine Ahnung von unerschöpflicher Vielfalt.

Ausstellungs-Flyer "Wege von Farbe"

August 2021. Die Kontrabassistin Joëlle Léandre gibt ein Solo-Konzert in der Kirche in Maintal-Hochstadt. Tags darauf besucht sie Michael Kolod in seinem Atelier, dessen Arbeiten sie noch nicht kennt. Gefühlt eine halbe Stunde lang wandert sie still um die großen Tische herum, schaut sich um, betrachtet die Arbeiten an den Wänden und in den Regalen. Dann sagt sie: „Ich könnte sofort Musik dazu machen.“

7. Dezember 2024. Gut drei Jahre später ist es so weit.
Etwa 65 Personen erleben „eine Weltpremiere“, wie die Musikerin am Abend in der Freien Kunstakademie betont, an dem sie ihre Kompositionen zu zehn Arbeiten von Kolod, die sie sich zuvor ausgesucht hatte, aufführt.

In der ersten Hälfte spielt, ach was, performt sie ihre Kompositionen:  Auf die Arbeit „auffächern“ etwa reagiert sie mit einem Fächer, der ihr für den Einstieg in die Komposition den Bogen ersetzt; beim Werk „Ohne Titel“ traktiert sie den Hals des Kontrabasses mit einem grünen Fadenseil und entlockt ihrem Instrument Töne, die nicht nur das Publikum, sondern auch die Musikerin zu überraschen scheinen. Zu „Schiffisch“ wiederum setzt sie ihre Stimme ein wie eine Schamanin, die ein Totem beschwört.

„Joëlle Léandre hat die Werke von Michael Kolod ausgesucht, gehängt und dazu gespielt“, schreibt Claudia Himmelreich, die Leiterin der freien Kunstakademie, anschließend an ihren Teilnehmerkreis: „Eine der von ihr ausgesuchten Arbeiten heißt `nuage d’ames´. So eine Seelenverwandschaft besteht auch zwischen den beiden, weshalb es so außerordentlich war, diese Verbindung hören und sehen zu können. Am Ende der Performance meinte Joëlle Léandre über Michael Kolods Arbeiten ´it’s pure poetry!` Das Gleiche gilt für ihre Musik.“

Ausstellungs-Performance für Kontrabass und Stimme
mit Joëlle Léandre zu Arbeiten von Michael Kolod

7. Dezember 2024, 18 Uhr
Freie Kunstakademie Frankfurt, Schmidtstr. 12, Frankfurt am Main

 

Kaskade-Performance mit Joëlle Léandre 24-1207
 

„Ich könnte sofort Musik dazu machen“

Wer die Kontrabassistin Joëlle Léandre kennt, kennt ihren Witz, ihren Humor und ihren tiefen Ernst. Eigenschaften, die auch in Michael Kolods Arbeiten präsent sind. „Wenn Ihr schon keine künstlerischen Genies seid“, so zitiert er gern Ad Reinhardt, „dann zeigt wenigstens, dass Eure Arbeiten Witz haben.“

Kolod hat sich diesen Satz zu Herzen genommen und spielt mit dem Material, das ihm in die Hände gerät,
ganz ähnlich wie Léandre mit ihrem Bass. Beide testen
die Grenzen des Materials aus und stellen fest: sie lassen
sich verschieben. Und wie….

Léandres erste Reaktion auf Kolods Arbeiten war:
„Ich könnte sofort Musik dazu machen“. Das lässt darauf
schließen, dass da jemand eine künstlerisch verwandte Seele gesehen hat, mit der es sich zu arbeiten und kommunizieren lohnt.

 
» Download / Infoflyer (PDF)
» Download / Begleitendes Leporello

Weitere Informationen:
Joëlle Léandre: Life, struggle, music » Vimeo

Freie Kunstakademie Frankfurt, Bio Kaiser, Moin, Kulturamt Frankfurt am Main

20. November 2023: Maintaler Anzeiger

Die wiederentdeckten Gipsplastiken

Manche Dinge wollen wohl durchdacht sein. Dachte sich Michael Kolod und legte eine 30 Jahre währende Pause ein. Anlässlich der Ausstellung im Nebbienschen Gartenhaus im Juni, wurden sie fertig: Die wiederentdeckten Gipsplastiken. Für den Maintaler Anzeiger ein Grund, die Kolodschen Arbeiten vorzustellen.

28. Oktober 2023, Reutlingen.

4. Hängung in der Gratianusstiftung

Alle sechs Jahre wechselt die Ausstellung in der Gratianussitftung in Reutlingen. In der jüngsten, der 4. Hängung seit ihrer Eröffnung im Jahr 2004, sind auch viele Arbeiten von Michael Kolod zu sehen. Malerei, wie etwa die Arbeit „Vom Instrumentenbau“, kleine luftige, winkende Objekte oder das Objekt „Blauzopf“ von 2013. Eine Reise nach Reutlingen in die Villa in der Gratianusstraße 15 lohnt auf alle Fälle. Die fabelhaft restaurierte Villa birgt viele Kunstschätze, keineswegs nur aus der Moderne, und führt weit in die Tiefen der menschlichen Geschichte zurück.

Arbeiten von Michael Kolod in der 4. Hängung der Gratianusstiftung in Reutlingen.
Obere Etage: v.l.n.r.: Vom Instrumentenbau, 2016, Packung gelb-weiß-gelb  und andere…

Untere Etage: v.l.n.r.: Gabriele Straub, Mandarin, 2015, Raimer Jochims, KHAJURAHO, 1996

» gratianusstiftung.de
» Begleitheft als pdf